Frage - Antwort

 

 

Gibt es so etwas wie Bürozeiten?

Wir sind selbstverständlich rund um die Uhr, also Tag und Nacht, unter 06132 / 23234 erreichbar!

Das Büro ist nicht 24 Stunden am Tag besetzt, es ist aber jeden Tag außer Sonntag spätestens ab 8.00 Uhr jemand im Büro. In der Regel sind wir dann bis mindestens 17.00 Uhr anwesend.
Da wir öfters auch einmal kurzfristig weg müssen, ist es ratsam nochmals kurz anzurufen, um sicher zu gehen, dass jemand anwesend ist.

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Was passiert mit der/dem Verstorbenen nachdem sie abgeholt werden?

Bevor der Bestatter eine verstorbene Person abholen kann, muss die Totenbeschau durchgeführt werden. Diese hat innerhalb von 24 Stunden zu erfolgen. Danach kann die/der Verstorbene angekleidet und versargt werden. In der Regel kommt dann der Leichnam so lange ins Kühlhaus, bis der Ablauf der Beerdigung besprochen ist. Dies geschieht unabhängig davon, wo die Person verstorben ist, ob zu Hause, im Krankenhaus, in einem Heim oder an einem öffentlichen Ort. Wenn alles geklärt ist, wird die/der Verstorbene in die Aufbahrungshalle, zu einem anderweitigen Zielort oder in das Krematorium überführt.

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Was zieht man einer / einem Verstorbenen an?

Meistens erhalten wir von den Angehörigen die Bekleidung, die die/der Verstorbene zu Lebzeiten gerne getragen hat. Wir bekleiden auf Wunsch gerne, nichtsdestotrotz kann diese Aufgabe auch von den Angehörigen übernommen werden. Dieses Ritual ist auch für die Trauerbewältigung nicht unwesentlich.

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Wenn jemand aus der Kirche ausgetreten ist, kann man dann trotzdem einen Pfarrer / Geistlichen zum Begräbnis heranziehen?

Ein Begräbnis für aus der katholischen Kirche Ausgetretene ist unter bestimmten Voraussetzungen bzw. verschiedenen Gestaltungsformen der Zeremonie grundsätzlich möglich. Angehörige, welche den Beistand der Kirche wünschen, nehmen bitte mit dem zuständigen Pfarrer oder Diakon persönlich oder über die Bestattung Kontakt auf. Im Gespräch wird geklärt, ob und in welcher Form eine kirchliche Mitwirkung in der konkreten Situation möglich, sinnvoll und im Sinne des Verstorbenen ist.
Die genaue Erklärung findet man im Amtsblatt der österreichischen Bischofskonferenz Nr. 56, 15. Feber 2012 - II. Gesetze und Verordnungen, 1. Richtlinien für das Begräbnis von Verstorbenen, die aus der röm.-kath. Kirche ausgetreten sind.

 

Wenn jemand aus der evangelischen Kirche ausgetreten ist, dann kann natürlich ein/e evangelischer Pfarrer/in beim Begräbnis als Seelsorger und Geistlicher heran gezogen werden. Die Evangelische Kirche sieht das dann insbesondere als einen seelsorgerlichen Dienst an den evangelischen Angehörigen der verstorbenen Person.
Es werden aber für den/die Pfarrer/in höhere Kosten verrechnet als bei nicht ausgetretenen Personen. Die Höhe der Kosten wird von den jeweiligen Pfarrgemeinden eigenständig festgelegt. Auch bei den evangelischen Friedhöfen muss man bei ausgetretenen verstorbenen Personen mit einer erhöhten Grabmiete rechnen. Dies sieht die evangelische Kirche als Solidaritätsbeitrag zu den aktiven Kirchenbeitragszahlern, die mit ihren Zahlungen auch zur Erhaltung der Friedhöfe beitragen.
Die evangelische Kirche bittet aber, bei einem Trauerfall, immer mit dem jeweiligen evangelischen Pfarramt Kontakt aufzunehmen - herzlichen Dank.
- Sen. Pfr. Mag. Günter Scheutz -

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Wie werden Verstorbene anderer Glaubensrichtungen bestattet?

Unabhängig von Religion oder Weltanschauung organisieren wir die gewünschten Totenfeierlichkeiten und führen diese durch. Jede Person, egal welcher Religion oder Weltanschauung sie angehört, wird von uns respektvoll betreut. Auf die Sitten und Gebräuche der Kirche und der Religionsgemeinschaften wird äußerst Bedacht genommen.

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Behörden, Meldungen, Formalitäten …

Wenn ein Todesfall eintritt, fallen einige Formalitäten an.
Wir sind gerne bereit, den Hinterbliebenen einige mühsame Behördengänge abzunehmen. In der Regel machen wir für die Angehörigen die Todesfallmeldung am Standesamt und besorgen die Sterbeurkunden. Weiters erledigen wir die Pensionsabmeldung im In- und Ausland und bereiten die Anträge für eine Witwen- oder Waisenpension vor.

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Welche Dokumente braucht man bei einem Trauerfall überhaupt?

Je nach Familienstand werden folgende Dokumente für die Ausstellung der Sterbeurkunde benötigt:
-    Geburtsurkunde oder Taufschein
-    Staatsbürgerschaftsnachweis
-    Heiratsurkunde
-    Sterbeurkunde des Ehegatten
-    Rechtsgültiges Scheidungsurteil
-    Reisepass (nur bei Ausländern)
bei Ausländern müssen die Urkunden entweder internationale Urkunden sein oder gerichtlich übersetzt

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Was wird außer den Dokumenten sonst noch benötigt?

Neben den Dokumenten ersuchen wir die Angehörigen um ein Foto für die Parte und Gedenkbildchen. Dieses wird in der Regel schnell benötigt.
Weiters empfehlen wir den Angehörigen eine Liste mit Personen, die verständigt werden sollen, zu schreiben. Die meisten Begräbnisse oder Verabschiedungen sind innerhalb weniger Tage nach dem Ableben und die Parten sollten rechtzeitig weggeschickt werden.
Für die Pensionsabmeldung ist es sinnvoll einen Pensionsabschnitt mitzunehmen, speziell für ausländische Pensionen.
Gegebenenfalls ist eine Bekleidung von Nöten.

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Gibt es Termin-Vorschriften für die Bestattung?

Grundsätzlich ist man gesetzlich verpflichtet, eine/ einen Verstorbenen frühestens 48 Stunden und spätestens 96 Stunden nach dem Eintritt des Todes zu bestatten bzw. zu kremieren. Wenn die/der Verstorbene in einen Kühlraum gebracht wird, verlängert sich die Frist auf 144 Stunden.

Es gibt auch Fälle, in denen die maximal vorgeschriebenen 6 Tage nicht ausreichen. In dieser Situation muss um eine Fristverlängerung beim Bürgermeister angesucht werden.
Andererseits ist auch eine Fristverkürzung möglich. Speziell bei der moslemischen Glaubensrichtung ist eine prompte Beisetzung sehr wichtig.
Eine Fristverlängerung oder –verkürzung ist kostenpflichtig und beträgt zurzeit € 30,70. Die Zustimmung bzw. Genehmigung des Amtsarztes ist jedenfalls erforderlich.

Wenn die 6 Tage bei weitem nicht ausreichen, empfiehlt sich eine stille Abholung und zu einem späteren Zeitpunkt eine feierliche Urnenbeisetzung.

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Was versteht man unter einer „stillen Abholung“?

Wenn die/der Verstorbene direkt vom Sterbeort zur Feuerhalle gebracht wird, sprechen wir von einer „stillen Abholung“.  Diese Terminologie ist kein offizieller Fachbegriff,  und das gleiche kann bei anderen Bestattern anders heißen.
Meistens folgt der stillen Abholung eine feierliche Urnenbeisetzung.

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Befindet sich in der Urne wirklich die Asche meines Angehörigen?

Ja, selbstverständlich! Bei der Übernahme des Sarges wird der an ihm angebrachte Sargzettel genauestens kontrolliert,  die  Identitäts-Daten  werden umgehend in das Einäscherungsbuch eingetragen. Jeder Verstorbene erhält eine eindeutige Nummer zugeteilt, welche in einen feuerbeständigen Identitätsstein graviert ist. Der Urnendeckel wird mit der Einäscherungsnummer und den Daten des Verstorbenen beschriftet. Eine sichere und dauerhafte Identifizierung von Urne und Asche ist damit gewährleistet.

Weitere Fragen bezüglich Kremation werden auf folgender Seite des Krematoriums Salzburg beantwortet: http://www.feuerhalle.at/feuerbestattung/fragen.html

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Meine Asche soll verstreut werden! Ist das möglich?

In Oberösterreich ist das nicht erlaubt.
Es gibt jedoch Landesgesetze in Österreich (z.B. Vorarlberg), die eine solche Art der Beisetzung zulassen (jedoch auch nur auf einem begrenzten Feld auf dem  Friedhof). In Oberösterreich schreibt das Landesgesetz vor, dass die Asche zur Gänze in einer Urne enthalten sein muss.

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Darf ich eine Urne mit nach Hause nehmen?

Ja! Es gibt hier zwei Möglichkeiten – entweder man setzt die Urne auf dem eigenen Grund und Boden bei, oder man hat die Urne tatsächlich im eigenen Haus.

Die Urne kann im eigenen Garten ohne größeren Aufwand beigesetzt werden.  Dafür benötigt man einen aktuellen Grundbuchauszug und einen Lageplan mit Skizze der Gedenkstätte auf dem  Grundstück. Dieses Ansuchen verursacht Zusatzkosten von derzeit € 183,-.

Mit erheblich größerem Aufwand ist zu rechnen, wenn man die Urne im Hause aufbewahren möchte! Es muss ein eigener Raum zur Verfügung gestellt werden, der ausschließlich dem würdigen Gedächtnis der/des Verstorbenen dient. Dafür muss ein schreinartiges Möbel verwendet werden. Ein einfaches Tischchen mit Kerzen ist zu wenig.

Das Amt behält sich das Recht vor, die Gedenkstelle zu kontrollieren und gegebenenfalls Korrekturen zu verlangen.

Bei der Beisetzung sind wir als Bestatter in der Regel mit dabei und halten fotografisch fest, dass die Urne ordentlich beigesetzt wurde. Falls jemand nicht will, dass der Bestatter bei der Urnenbeisetzung zugegen ist, kommt ein Beamter um zu kontrollieren, ob die Urne ordnungsgemäß beigesetzt wird.

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Bei einigen Gräbern sieht man Holzeinfassungen, die dann wieder wegkommen. Warum ist das so?

Eine Holzeinfassung wird in der ersten Zeit nach einem Erdbegräbnis verwendet. Das tut man deshalb, weil sich die Erde nach Aushub und Wiederschließung des Grabes noch setzen muss. Würde man gleich wieder die Steineinfassung auf das „frische“ Grab geben, würde diese absinken und müsste wieder neu ausgerichtet werden.

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Wer muss ein Begräbnis eigentlich bezahlen?

Die nächsten Angehörigen des Verstorbenen oder, falls keine Angehörigen vorhanden sind, die Personen, mit denen der Verstorbene zuletzt in einem gemeinsamen Haushalt gelebt hat, haben für die Bestattung Sorge zu tragen (lt. oö Leichenbestattungsgesetz 1985).
Das heißt noch nicht, dass diese Personen auf jeden Fall für die Begräbniskosten aufzukommen haben. Wenn kein Geld vorhanden ist, so muss, in letzter Instanz, die Gemeinde für die Begräbniskosten aufkommen  –  das wird dann als Sozialhilfebegräbnis bezeichnet, oder wie es im Volksmund bekannt ist als „Armenbegräbnis".

Grundsätzlich ist es so, dass jene Person für das Begräbnis aufzukommen hat, die bestellt. Es kann ja nicht sein, dass man Kosten zu tragen hat, die jemand anderer geordert hat.

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Wieviel kostet ein Begräbnis so ungefähr?

In der Regel ist derzeit bei einem ortsübliches Begräbnis bei uns, inklusive aller Nebenkosten aber ohne Steinmetz, mit Kosten von zwischen € 3.500 und € 5.500 zu rechnen.

Im Menüpunkt Bestattungskosten finden Sie eine genaue Antwort: http://www.anlanger.com/bestattungskosten

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Das ist nur ein Auszug an Fragen, mit denen Angehörige und Interessierte an uns herantreten. Viele haben jedoch Fragen zu speziellen Fallen auf die hier nicht näher eingegangen wird. Sollten wir weitere Fragen als interessant erachten oder wenn sie häufig gestellt werden, wollen wir die Antwort auch öffentlich machen.